Beim Lernen einer Fremdsprache wirken manche Wörter erfreulich vertraut. Sie sehen fast genauso aus wie ein deutsches Wort, klingen ähnlich und scheinen deshalb keine weitere Erklärung zu benötigen. Genau diese Vertrautheit kann jedoch zu Missverständnissen führen. Sogenannte falsche Freunde sind Wörter aus zwei Sprachen, die einander äußerlich ähneln, aber unterschiedliche Bedeutungen besitzen. Wer sich auf den ersten Eindruck verlässt, baut sie leicht in einen Satz ein, obwohl sie dort etwas vollkommen anderes ausdrücken. Solche Fehler sind besonders hartnäckig, weil das falsche Wort nicht unbekannt erscheint. Das Gehirn glaubt bereits zu wissen, was es bedeutet, und kontrolliert die Vermutung deshalb weniger sorgfältig.
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