Am Abend konntest du noch jede Karteikarte beantworten, doch am nächsten Morgen scheint ein großer Teil der Wörter bereits verschwunden zu sein. Dieses Erlebnis gehört für viele Menschen zu den frustrierendsten Seiten des Sprachenlernens. Es entsteht leicht der Eindruck, man habe ein schlechtes Gedächtnis oder sei grundsätzlich nicht besonders sprachbegabt. Meistens liegt das Problem jedoch nicht bei der lernenden Person, sondern bei der verwendeten Methode. Ein Wort, das nur einmal gelesen und übersetzt wurde, hat für das Gedächtnis zunächst kaum Bedeutung. Es fehlt eine Verbindung zu einer Situation, einer Erfahrung, einem Klang oder einer eigenen Aussage. Damit eine Vokabel verfügbar bleibt, muss sie mehrmals auftauchen und jedes Mal ein wenig anders verarbeitet werden.
„Vokabeln dauerhaft behalten: So klappt Lernen mit System“ weiterlesen